"Unkraut und wozu es doch nützlich ist" |
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| Lieber Besucher auf dieser Seite möchte ich ihnen einige, für die erfolgreiche Finkenzucht, wichtige Futterpflanzen vorstellen. Leider ist es inzwischen selbst auf dem Lande schwierig, einige der genannten „Unkräuter“ in ausreichender Zahl zu finden. Durch allgemeine Umweltverschmutzung und Ausbringung von Pestizide (Herbizide) geht es selbst dem Unkraut an den Kragen. Viele Züchter gehen deshalb dazu über, ihre Vögel an Keimfutter und Aufzuchtsfutter diverser Hersteller zu gewöhnen.Stieglitz, Zeisig und Birkenzeisig scheine das Futter gerne zu nehmen und ziehen auch damit ihre Jungen auf. Dompfaffen konnte ich indessen nicht dazu bringen, kaufbares Aufzuchtsfutter in solchen Mengen aufzunehmen, dass eine Fütterung mit den halbreifen Wildsämereien überflüssig wäre. Bei Girlitz, Gruenling, Haenfling und Zitronengirlitz ist das Unkraut für eine erfolgreiche Zucht nicht wegzudenken. Hier gibt es Infos zu Keimfutter. |
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![]() Futterpflanze wird von alle Cardueliden sehr gerne genommen. |
Acker-Gänsedistel Sonchus arvensis L. |
![]() Grosser Wiesenknopf Standort: Ruderalstellen (Wegränder, Schuttplätze, Äcker, Gärten); Ufer , magere feucht Wiesen Stieglitz und Gimpel nehmen ihn besonders gerne. |
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Weißer Gänsefuß Chenopodium a/bum L. |
Gemeines Knäuelgras Dactylis glomerata L. |
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Sumpf-Kratzdistel Cirsium palustre (L.) Scop. Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: Stengel bis zur Spitze beblättert, dornig geflügelt; Äste aufrecht abstehend, wie die Blätter spinnwebig-filzig. Blätter mehr oder weniger herablaufend, lanzettlich, tief in schmale, dornige Lappen zerteilt. Blütenköpfe gehäuft, kurz gestielt, eiförmig, 10-15 mm lang, purpurrot. Frucht 2-3 mm lang; Pappus 7-10 mm lang, weiß, gefiedert. |
Wiesen-Löwenzahn Taraxacum officinale Web. in Wig. Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: 10-50cm. Rosettenpflanze mit ausschließlich grundständigen, schrotsägeförmig gezähnten bis fast ganzrandigen Blättern (äußerst variabel). Stengel hohl, kahl, bleich, milchsaftführend. Blütenköpfe groß, gelb, stets mit zurückgeschlagenen äußeren Hüllblättern; Pappus aus einfachen, weißen Haaren. |
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![]() Vogelmiere die klassiche Futterpflanze überhaupt |
Vogelmiere Stellaria media Nelkengewächse, Caryophyllaceae. Merkmale: 10-40 cm. Stengel 1 reihig behaart, meist niederliegend; Blätter herzeiförmig, abgerundet, kurz gestielt. Krone wenig kürzer oder ebenso lang wie der Kelch, weiß; Kelchblätter 3-5 mm lang, breit-lanzettlich. Fruchtstiele abwärts gerichtet. Standort: Nährstoff- und stickstoffreiche Äcker, Gärten,Weinberge;Ruderalstellen, auch Ufer, Forste.Häufig insbesondere in Hackunkrautgesellschaften. Man sollte es vermeiden Vogelmiere auf Kuhweiden und Misthaufen zu sammeln, wegen Übertragunggefahr von Salmonellen! |
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| Der Beifuß ist eine Staude, deren derber, kantiger Stängel 30 cm bis über 2 m hoch austreiben kann, im Winter aber abstirbt. Die 5 bis 10 cm langen Laubblätter sind oberseits dunkelgrün und auf der Unterseite weißfilzig behaart. Die Blüten sind gelblich oder rotbraun und sind in Rispen angeordnet. Vom Gemeinen Beifuß gibt es eine europäische (Artemisia vulgaris var. vulgaris) und eine asiatische Varietät (var. indica), die sich geringfügig in der Zusammensetzung des ätherischen Öls unterscheiden. Standort: Ruderalstellen (Wegränder, Schuttplätze, Äcker, Gärten) Hervorragende Futterpflanze die verdauungsfördernde Eigenschaften hat. |
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Fruchtstand des Beifuss
![]() Beifuss wird von allen Cardueliden mit vorliebe verspeist |
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![]() Stieglitz und Zeisige nehmen ihn sehr gerne |
Herbst-Löwenzahn Leontodon autumna/is L. Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: 15-45 cm. Stengel meist ästig und mehrköpf ig! Köpfchenstiele oben allmählich verdickt, ober-wärts schuppig. Köpfchen vor dem Aufblühen aufrecht; äußere Zungenblüten unterseits rot gestreift. Frucht mit Pappus; Pappushaare gefiedert. Blätter meist kahl, in lockerer Rosette, lanzettlich, gezähnt oder in schmale Lappen zerteilt; Stengelblätter linealisch. Standort: Nährstoffreiche Fettwiesen und Weiden; Wegränder, Parkrasen, auch trockene Salzwiesen; bis 2000 m |
![]() Echtes Mädesüß Filipendula ulmaria (L.) Maxim. Rosengewächse, Rosaceae. Merkmale: 50-150cm. Blüten in vielstrahligen Schirmrispen, duftend, gelblichweiß; Kronblätter 2-5 mm lang. Blätter unterbrochen gefiedert; Fiederblättchen groß, über 3cm lang, eiförmig, doppelt gesägt, 2-5paarig, das endständige ist größer und meist hand-förmig 3-5spaltig. Stengel kantig, aufrecht. Standort: Maß- und Moorwiesen, Verlandungsbestände, Ufer, Gräben, Quellen, Auenwälder; Hochstaudenfluren Hervorragendes Futter für alle Cardueliden Hemmt die Bildung von Kokzidiose |
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Gemeine Melde Atriplex patula L. |
![]() Wird von Hänfling und Gimpel genommen |
![]() Grosser Ampfer |
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Großer Ampfer Rumex acetosa L. Knöterichgewächse, Polygonaceae. Merkmale: 30-100 cm. Pflanze mehrjährig, aufrecht, eingeschlechtig. Grundblätter eiförmig-länglich, 2-3 cm breit, lang gestielt; Stengelblätter spieß- oder pfeilförmig. Ochrea (für Knöterichgewächse charakteristische stengelumfassende, häutige Scheide; durch Verwachsung der Nebenblätter entstanden) gezähnt oder zerschlitzt. Blütenstand locker, unterbrochen, blattlos, blaßrot. Äußere Blütenhüllblätter zurückgeschlagen;innere am Grund mit roter oder grüner Schwiele, nicht gezähnt. Standort: Wiesen, Grasplätze, Raine, lichte Waldstellen; bis in Höhenlagen von 1600 m. Wird von allen Cardueliden gerne genommen |
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![]() Ammern und Hänflingfutter |
Echter Schaf-Schwingel Festuca ovina L. Süßgräser, Poaceae. Merkmale: 10-40 (60) cm. Pflanze dichtrasig. Grund- und Stengelblätter borstlich; Blattscheiden nur an der Basis geschlossen. Rispe kurz, aufrecht, kaum einseitswendig; Rispenäste kurz. Ährchen kurz begrannt, 4-7 (8) mm lang. Standort: Trockenrasen, Wegränder, bodensaure Sand- und Halbtrockenrasen, Heiden, trockene Wälder. |
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![]() Girlitz, Hänfling und Gimpel fressen ihn gerne |
Vogel-Knöterich Polygonum aviculare L. Knöterichgewächse, Polygonaceae. Merkmale: 5-50 cm. 1jährige Pflanze; Stengel niederliegend bis aufgerichtet, dunkel gestreift. Blätter wechselständig, kurz gestielt, elliptisch-lanzettlich. Blüten zu 1-5blattach-selständig (kleine Büschel) oder einzeln, rosa bis grünlich. Nußfrucht 1,5-3 mm lang, kaum länger als die Blütenhülle, rot-schwarzbraun, matt oder glänzend. Standort: Mäßig trockene bis frische Ruderalsteilen (Trittstellen, Schutt, zwischen Straßenpflaster, Kies), Äcker, Gärten. |
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Weidelgras Standort: Wiesen, Weideland, Trockerasen, trockene Wälder |
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![]() Stieglitz und alle Zeisige fressen den Huflattich besonders gerne |
Huflattich Tussilago farfara L.Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: 5-20 (30) cm. Laubblätter erst nach der Blüte erscheinend, grundständig, groß, herzförmig, mit graufilziger Unterseite. Blütenstengel nur mit Schuppenblättern. Zungenblüten gelb, schmal, in mehreren Reihen stehend; Frucht mit langem, seidigem Pappus. Standort: Schuttplätze, Weg- und Straßenränder, Bahndämme, Kiesgruben, feuchte Äcker, Ufer; Moränen, steinige Matten; bis in Höhenlagen von 2300m | ![]() Acker-Stiefmütterchen Viola arvensis Ihre Sammenstände werden vom Grünling und Gimpel gerne zur Jungenaufzucht genommen |
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![]() Die zweiter Brut meiner Gimpel wurden 2003 fast ausschliesslich mit Storchschnabel gross. |
Stinkender Storchschnabel Geranium robertianum L. Storchschnabelgewächse, Geraniaceae. Merkmale: 15-45 cm. Blüten rosa, 3-10mm lang; Blütenkronblätter nicht ausgerandet; Kelch nur halb so lang, drüsenhaarig, oben einwärts gekrümmt. Blätter 3-5zählig gefiedert, mit doppelt fiederspaltigen, gestielten Fiederblättchen. Stengel und Blätter oft rötlich, drüsig behaart. Ganze Pflanze mit widrigem Geruch (Name!). Standort: Wälder, Schluchten, schattige Mauern, Felsen; Hecken, Waldsäume; bis in Höhenlagen von 1700 m. |
![]() Stinkender Storchschnabel Ihre Sammenstände werden vom Gimpel gerne zur Jungenaufzucht genommen |
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![]() Die Samen der Ulme bereichern die Speisekarte des Gimpels in den Wintermonaten sehr. |
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![]() Eberesche für Gimpel, aber auch Stieglitze und Zeisige naschen davon. |
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Stachel-Lattich gehört zu den » Kompass -Pflanzen « : Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: 50-120 cm. Blätter mit meist senkrecht gestellter, oft in Nord-Süd-Richtung weisender Spreite; meist buchtig fiederspaltig mit r ü ckw ä rts gerichteten Zipfeln, länglich, steif, blaugrün. Untere Blätter gestielt, obere mit spitzen Lappen stengelumfassend. Blütenköpfe gelb, 11 -13 mm breit, in Vielzahl vorhanden; Hülle schmalzylindrisch, blaugrün, kahl. Frucht bräunlich- bis graugrün, schmal berandet, an der Spitze kurzborstig, mit weissem Schnabel. Standort: Trockene Ruderalstellen, Unkrautfluren, Wegränder, Schuttplätze, Bahngelände, Mauern; bis 1000 m |
![]() Stachellattich |
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Merkmale :Zwei- oder mehrjahriges, mittelhohes, reichlich milchsaftführendes Kraut, Pfahlwurzel braun, spindelig, Stengel aufrecht, einfach oder gering verzweigt, graugrün, in der Jugend flockig behaart,.dann kahl Blätter wechselstandig, grasartig, mit breiter Basis den Stengel halbumfassend, linealisch, zugespitzt. Blütenköpfchen groß, bis 6 cm im Durchmesser, einzeln oder zu wenigen am Sproß, ihre Stiele nach oben wenig verdickt. Köpfchen aus etwa 40 Einzelblüten zu einer Scheinblüte zusammengesetzt, an der Basis mit meist 8 schmalen, bis 3 cm langen (kelchartigen) Hüllblattern, die etwa so lang wie die Einzelblüten sind. Einzelblüten groß, hell- bis goldgelb, zwittrig, alle gleichgestaltet.Zur Blüte ausgebreitet und zungenförmig, Fruchtknoten unterstandig, zur Fruchtzeit bis 2 cm lang, braun. mit langem, schmalem Schnabel, gerippt und oben mit fiederhaarigem trübweißem Flugorgan. Standort: Feuchte bis trockene. eher wenig gedüngte Wiesen. Verbreitung : In Mitteleuropa verbreitet, nach Nordeuropa und im südlichen Mittelmeergebiet seltener werdend. Blütezeit: Mai bis Juli |
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![]() Vergissmeinnicht Standort: Garten, Friedhof,Bahndämme Gimpel und Girlitz |
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![]() Ruchgras Standort: Wiesen, Weiden, Wegränder und Wälder |
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Kleiner Wiesenknopf / Sanguisorba minor Standort: Kohldistel |
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![]() Hirtentäschel, ein Leckerbissen für Girlitz, Hänfling und Gimpel |
Hirtentäschelkraut Capsella bursa-pastoris Kreuzblütengewächse, Brassicaceae. Merkmale: 10-50 cm. Äußerst variable, meist 1jährige Pflanze mit kleinen, weißen Blüten in endständiger Blütentraube. Blütenkronblätter ungeteilt, 2-3 mm lang, doppelt so lang wie der Kelch. Frucht 3eckig-verkehrt-herzförmig, 6-9 mm lang, viel-samig (Schötchen). Obere Blätter meist nicht gefiedert, mit pfeilförmigem Grund stengelumfassend; Rosettenblätter normalerweise tief fiederteilig. Standort: Ruderalpflanze: Äcker, Gärten, Schuttplätze, Wegränder; in den Alpen bis über 2100 m. |
![]() Ihre Sammen werden sehr gerne vom Girlitz zur Jungenaufzucht genommen |
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Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea L. Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: 20-80 cm. Stengel aufrecht, kantig, rauh. Obere Stengelblätter sitzend, lanzettlich, ungeteilt; untere in den Stiel verschmälert, manchmal gelappt bis gefiedert. Blütenköpfe meist einzeln, groß, purpurrötlich; Randblüten deutlich strahlig vergrößert. Die deutlich abgesetzten Hüllblattanhängsel überdecken die nachfolgenden Hüllblätter vollständig; sie sind schwarzbraun bis weißlich, ganzrandig oder zerschlitzt-gefranst und rundlich. Pappus fehlend. Standort: Wiesen, Weiden, Magerrasen, Wegränder, Gebüsche. |
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Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis L. Nachtkerzengewächse, Onagraceae. Merkmale: 50-250 cm. 2jährige Pflanze mit aufrechtem Blütenstand. Blütenröhre 18-50 mm, Kronbl ä tter 12-50 mm lang. Samen ohne Haarschopf. Blättergrün bis bläulichg n, verkehrt-eiförmig, stumpf, spärlich behaart. Standort: Sandtrockenrasen, Wegränder, kiesig-sandige Flußfer, Ruderalstellen (Bahndämme, Schuttplätze). Verbreitung: Nordamerika, Europa bis Ostasien. Die Art stammt aus Nordamerika, wird seit 1619 in Europa beobachtet und tritt vielerorts als Neophyt auf! Sie gehört zu den Langtagpflanzen, hat einen hohen Lichtbedarf und ist ein Rohbodenpionier. Die Bestäubung erfolgt durch Nachtfalter. |
Samenstand der Nachtkerze |
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