"Unkraut und wozu es doch nützlich ist"
Lieber Besucher

auf dieser Seite möchte ich ihnen einige, für die erfolgreiche Finkenzucht, wichtige Futterpflanzen
vorstellen. Leider ist es inzwischen selbst auf dem Lande schwierig, einige der genannten „Unkräuter“ in
ausreichender Zahl zu finden. Durch allgemeine Umweltverschmutzung und Ausbringung von Pestizide
(Herbizide) geht es selbst dem Unkraut an den Kragen.


Viele Züchter gehen deshalb dazu über, ihre Vögel an Keimfutter und Aufzuchtsfutter diverser Hersteller
zu gewöhnen.
Stieglitz
, Zeisig und Birkenzeisig scheine das Futter gerne zu nehmen und ziehen auch damit
ihre Jungen auf. Dompfaffen konnte ich indessen nicht dazu bringen, kaufbares Aufzuchtsfutter in solchen Mengen
aufzunehmen, dass eine Fütterung mit den halbreifen Wildsämereien überflüssig wäre. Bei
Girlitz, Gruenling, Haenfling
und
Zitronengirlitz ist das Unkraut für eine erfolgreiche Zucht nicht wegzudenken. Hier gibt es Infos zu Keimfutter.
   
Gänsedistel
Futterpflanze wird von alle Cardueliden sehr gerne genommen.

Acker-Gänsedistel Sonchus arvensis L.
Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: 50-150 cm. Stengel erst im Bereich des Blütenstandes verzweigt. Blütenköpfe in lockeren Doldenrispen, goldgelb, 4-5cm groß; Hülle und Köpfchenstiele dicht gelb-drüsenborstig; Griffel gelb. Stengelblätter glänzend grün, am Grund herzförmig abgerundet, tief in 3eckige Lappen geteilt; die oberen mit abgerundeten, angedrückten Öhrchen. Frucht dunkelbraun, beiderseits mit 5 Längsrippen. Standort: Äcker, Ödland, Schuttplätze; Ufer, Sanddünen, Salzsümpfe

Grosser Wiesenknopf
Grosser Wiesenknopf

Standort
: Ruderalstellen (Wegränder, Schuttplätze, Äcker, Gärten); Ufer , magere feucht Wiesen
Stieglitz und Gimpel nehmen ihn besonders gerne.
     
Gänsefuss
Gänsefuss
Knäuelgras

Weißer Gänsefuß Chenopodium a/bum L.
Gänsefußgewächse, Chenopodiaceae. Merkmale:20-150 cm. Niederliegende oder aufrechte Pflanze, fast immer weißmehlig (insbesondere der Blütenstand!). Stengel grün gestreift, oft rötlich überlaufen. Blätter außerordentlich variabel, meist eiförmig-rhombisch bis lanzettlich, spitz; in der Regel deutlich gezähnt. Gesamtinfloreszenz breit pyramidenförmig; Teilblütenstände achsei- oder/und endständig, knäuelig. Perigon grünlichweiß, mehlig bestäubt.

Standort
: Ruderalstellen (Wegränder, Schuttplätze, Äcker, Gärten); Ufer
Futterpflanze für Girlitz und Gimpel

Gemeines Knäuelgras Dactylis glomerata L.
Süßgräser, Poaceae. Merkmale50-120cm. Pflanze graugrün, ohne Ausläufer, rauh, horstbildend. Blätter 4-10 mm breit; Blattscheide 2schneidig; Ligula lang. Rispe einseitswendig, Äste einzeln; Ährchen an den Zweigenden knäuelig gehäuft, 3-4(5)blütig, grün, ohne deutliche Grannen. Deckspelze auf der Fläche mehr oder weniger langhaarig, plötzlich in eine deutliche Granne verschmälert. Standort: Fettwiesen, Wegränder, Unkrautgesellschaften
Gute Futterpflanze für alle Cardueliden

     
Sumpfkratzdistel
Sumpfkratzdistel Blütenstand
Löwenzahn

Sumpf-Kratzdistel Cirsium palustre (L.) Scop. Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: Stengel bis zur Spitze beblättert, dornig geflügelt; Äste aufrecht abstehend, wie die Blätter spinnwebig-filzig. Blätter mehr oder weniger herablaufend, lanzettlich, tief in schmale, dornige Lappen zerteilt. Blütenköpfe gehäuft, kurz gestielt, eiförmig, 10-15 mm lang, purpurrot. Frucht 2-3 mm lang; Pappus 7-10 mm lang, weiß, gefiedert.

Standort:
Feuchtwiesen, Weidengebüsche, Erlenwälder, Waldschläge, Auenwälder, Gräben, Ufer; vorwiegend auf Gley-und Pseudogleyböden
.Stieglitz und Zeisige nehmen diese Distel gerne zu sich. Die Blattläuse sind ein hervorragendes Lebenfutter für alle Cardueliden

 

Wiesen-Löwenzahn Taraxacum officinale Web. in Wig. Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: 10-50cm. Rosettenpflanze mit ausschließlich grundständigen, schrotsägeförmig gezähnten bis fast ganzrandigen Blättern (äußerst variabel). Stengel hohl, kahl, bleich, milchsaftführend. Blütenköpfe groß, gelb, stets mit zurückgeschlagenen äußeren Hüllblättern; Pappus aus einfachen, weißen Haaren.

Standort:
Fettwiesen, Weiden, Äcker, Unkrautfluren, Wegränder; im Gebirge bis 2800m.
Sehr ergiebige Futterpflanze die von allen Cardueliden mit vorliebe genommen wird!

     
Vogelmiere
Vogelmiere die klassiche
Futterpflanze überhaupt
Vogelmiere Stellaria media
Nelkengewächse, Caryophyllaceae. Merkmale: 10-40 cm. Stengel 1 reihig behaart, meist niederliegend; Blätter herzeiförmig, abgerundet, kurz gestielt. Krone wenig kürzer oder ebenso lang wie der Kelch, weiß; Kelchblätter 3-5 mm lang, breit-lanzettlich. Fruchtstiele abwärts gerichtet.

Standort:

Nährstoff- und stickstoffreiche Äcker, Gärten,Weinberge;Ruderalstellen, auch Ufer, Forste.Häufig insbesondere in Hackunkrautgesellschaften.

Man sollte es vermeiden Vogelmiere auf Kuhweiden und Misthaufen zu sammeln, wegen Übertragunggefahr von Salmonellen!

Lowenzahn
Sammelt man im Mai  und Juni den Löwenzahn und frostet ihn ein,
hat man auch für die Zeit wo es in
der Natur keinen gibt, ein hervorragendes Aufzuchtsfutter.

         

Der Beifuß ist eine Staude, deren derber, kantiger Stängel 30 cm bis über 2 m hoch austreiben kann, im Winter aber abstirbt. Die 5 bis 10 cm langen Laubblätter sind oberseits dunkelgrün und auf der Unterseite weißfilzig behaart. Die Blüten sind gelblich oder rotbraun und sind in Rispen angeordnet. Vom Gemeinen Beifuß gibt es eine europäische (Artemisia vulgaris var. vulgaris) und eine asiatische Varietät (var. indica), die sich geringfügig in der Zusammensetzung des ätherischen Öls unterscheiden.

Standort: Ruderalstellen (Wegränder, Schuttplätze, Äcker, Gärten) Hervorragende Futterpflanze die verdauungsfördernde Eigenschaften hat.

Beifuss
 
Fruchtstand des Beifuss
Beifuss Fruchtstand
Beifuss wird von allen Cardueliden mit vorliebe verspeist


           
Herbstlöwenzahn
Stieglitz und Zeisige nehmen ihn sehr gerne
Herbst-Löwenzahn Leontodon autumna/is L. Korbblütengewächse, Asteraceae.
Merkmale:
15-45 cm. Stengel meist ästig und mehrköpf ig! Köpfchenstiele oben allmählich verdickt, ober-wärts schuppig. Köpfchen vor dem Aufblühen aufrecht; äußere Zungenblüten unterseits rot gestreift. Frucht mit Pappus; Pappushaare gefiedert. Blätter meist kahl, in lockerer Rosette, lanzettlich, gezähnt oder in schmale Lappen zerteilt; Stengelblätter linealisch. Standort: Nährstoffreiche Fettwiesen und Weiden; Wegränder, Parkrasen, auch trockene Salzwiesen; bis 2000 m

   
Spierstaude
Echtes Mädesüß Filipendula ulmaria (L.) Maxim.
Rosengewächse, Rosaceae. Merkmale: 50-150cm. Blüten in vielstrahligen Schirmrispen, duftend, gelblichweiß; Kronblätter 2-5 mm lang. Blätter unterbrochen gefiedert; Fiederblättchen groß, über 3cm lang, eiförmig, doppelt gesägt, 2-5paarig, das endständige ist größer und meist hand-förmig 3-5spaltig. Stengel kantig, aufrecht.
Standort:
Maß- und Moorwiesen, Verlandungsbestände, Ufer, Gräben, Quellen, Auenwälder; Hochstaudenfluren

Hervorragendes Futter für alle Cardueliden Hemmt die Bildung von Kokzidiose
 
           

Gemeine Melde Atriplex patula L.
Gänsefußgewächse, Chenopodiaceae.
Merkmale:
30-80 cm. Pflanze sehr variabel.
Wenigstens die unteren Äste weit abstehend oder liegend. Untere Blätter länglich-rhombisch, mit keilförmigem Grund, obere länglich-lanzettlich; ziemlich dunkel grün, überwiegend wechselständig. Blüten 1 geschlechtig, in meist aufrechten Scheinähren. Weibliche Blüten ohne Blütenhülle, männliche zählig. Vorblätter der weiblichen Blüten mit spießförmigen Seitenecken, 2-6 mm lang. Standort: Unkrautfluren auf Äckern, in Gärten; frische Ruderalstellen (Dorfanger, Plätze, Schuttstellen); Strande.

Melde
Wird von Hänfling und Gimpel genommen
   
Sauerampfer
Grosser Ampfer
 
       
Großer Ampfer Rumex acetosa L.
Knöterichgewächse, Polygonaceae.
Merkmale:
30-100 cm. Pflanze mehrjährig, aufrecht, eingeschlechtig. Grundblätter eiförmig-länglich, 2-3 cm breit, lang gestielt; Stengelblätter spieß- oder pfeilförmig. Ochrea (für Knöterichgewächse charakteristische stengelumfassende, häutige Scheide; durch Verwachsung der Nebenblätter entstanden) gezähnt oder zerschlitzt. Blütenstand locker, unterbrochen, blattlos, blaßrot. Äußere Blütenhüllblätter zurückgeschlagen;innere am Grund mit roter oder grüner Schwiele, nicht gezähnt.

Standort:
Wiesen, Grasplätze, Raine, lichte Waldstellen; bis in Höhenlagen von 1600 m
.
Wird von allen Cardueliden gerne genommen
 
Schafschwingel
Ammern und Hänflingfutter
Echter Schaf-Schwingel Festuca ovina L.
Süßgräser, Poaceae. Merkmale: 10-40 (60) cm. Pflanze dichtrasig. Grund- und Stengelblätter borstlich; Blattscheiden nur an der Basis geschlossen. Rispe kurz, aufrecht, kaum einseitswendig; Rispenäste kurz. Ährchen kurz begrannt, 4-7 (8) mm lang. Standort: Trockenrasen, Wegränder, bodensaure Sand- und Halbtrockenrasen, Heiden, trockene Wälder.
     
           
Knöterrich
Girlitz, Hänfling und Gimpel fressen ihn gerne
Vogel-Knöterich Polygonum aviculare L.
Knöterichgewächse, Polygonaceae. Merkmale: 5-50 cm. 1jährige Pflanze; Stengel niederliegend bis aufgerichtet, dunkel gestreift. Blätter wechselständig, kurz gestielt, elliptisch-lanzettlich. Blüten zu 1-5blattach-selständig (kleine Büschel) oder einzeln, rosa bis grünlich. Nußfrucht 1,5-3 mm lang, kaum länger als die Blütenhülle, rot-schwarzbraun, matt oder glänzend. Standort: Mäßig trockene bis frische Ruderalsteilen (Trittstellen, Schutt, zwischen Straßenpflaster, Kies), Äcker, Gärten.
 
Weidelgras
 
 
Weidelgras
Standort:
Wiesen, Weideland, Trockerasen,
trockene Wälder
 
             
Huflattich
Stieglitz und alle Zeisige fressen den
Huflattich besonders gerne
Huflattich Tussilago farfara L.Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: 5-20 (30) cm. Laubblätter erst nach der Blüte erscheinend, grundständig, groß, herzförmig, mit graufilziger Unterseite. Blütenstengel nur mit Schuppenblättern. Zungenblüten gelb, schmal, in mehreren Reihen stehend; Frucht mit langem, seidigem Pappus. Standort: Schuttplätze, Weg- und Straßenränder, Bahndämme, Kiesgruben, feuchte Äcker, Ufer; Moränen, steinige Matten; bis in Höhenlagen von 2300m  
Ackerstiefmütterchen
Acker-Stiefmütterchen Viola arvensis
Ihre Sammenstände werden vom Grünling und Gimpel gerne zur Jungenaufzucht genommen
 
             
Storchschnabel
Die zweiter Brut meiner Gimpel wurden 2003 fast ausschliesslich mit Storchschnabel gross.

Stinkender Storchschnabel Geranium robertianum L. Storchschnabelgewächse, Geraniaceae. Merkmale: 15-45 cm. Blüten rosa, 3-10mm lang; Blütenkronblätter nicht ausgerandet; Kelch nur halb so lang, drüsenhaarig, oben einwärts gekrümmt. Blätter 3-5zählig gefiedert, mit doppelt fiederspaltigen, gestielten Fiederblättchen. Stengel und Blätter oft rötlich, drüsig behaart. Ganze Pflanze mit widrigem Geruch (Name!). Standort: Wälder, Schluchten, schattige Mauern, Felsen; Hecken, Waldsäume; bis in Höhenlagen von 1700 m.

 
Storchschnabel
Stinkender Storchschnabel
Ihre Sammenstände werden vom Gimpel gerne zur Jungenaufzucht genommen
 
             
Ligusterbeeren
Die Beeren des Liguster sind
besonders beim Gimpel begehrte.

Esche unreifer Samenstand
Die Samen der Esche werden im Januar
und Februar vom Gimpel genommen

 
Erle
Erlen werden von Zeisig und
Birkenzeisig aufgesucht

 
             
Ulmensaat
Die Samen der Ulme bereichern die Speisekarte des Gimpels in den Wintermonaten sehr.

Birkensamen
Die Samen der Birke reiche ich schon
ab Juli/August meinen Cardueliden

 

Eberesche
Eberesche für Gimpel, aber auch Stieglitze und Zeisige naschen davon.
 
             
Stachellattich / Kompass Lattich
Stachellattich für
Stieglitz,Zeisige, Gimpel und Zitronengirlitz

Stachel-Lattich gehört zu den » Kompass -Pflanzen « : Korbblütengewächse, Asteraceae. Merkmale: 50-120 cm. Blätter mit meist senkrecht gestellter, oft in Nord-Süd-Richtung weisender Spreite; meist buchtig fiederspaltig mit r ü ckw ä rts gerichteten Zipfeln, länglich, steif, blaugrün. Untere Blätter gestielt, obere mit spitzen Lappen stengelumfassend. Blütenköpfe gelb, 11 -13 mm breit, in Vielzahl vorhanden; Hülle schmal­zylindrisch, blaugrün, kahl. Frucht bräunlich- bis graugrün, schmal berandet, an der Spitze kurzborstig, mit weissem Schnabel. Standort: Trockene Ruderalstellen, Unkrautfluren, Wegränder, Schuttplätze, Bahngelände, Mauern; bis 1000 m

 
Stachellattich
Stachellattich
 
             
Wiesenboxbart
Der Wiesenboxbart
Wird von allen einh. teilweise auch ausländischen Cardueliden sehr gerne angenommen. Besonders beliebt ist er aber bei Stieglitz, Zitronengirliz und Zeisig.
Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)
Merkmale :
Zwei- oder mehrjahriges, mittelhohes, reichlich milchsaftführendes Kraut, Pfahlwurzel braun, spindelig, Stengel aufrecht, einfach oder gering verzweigt, graugrün, in der Jugend flockig behaart,.dann kahl Blätter wechselstandig, grasartig, mit breiter Basis den Stengel halbumfassend, linealisch, zugespitzt. Blütenköpfchen groß, bis 6 cm im Durchmesser, einzeln oder zu wenigen am Sproß, ihre Stiele nach oben wenig verdickt. Köpfchen aus etwa 40 Einzelblüten zu einer Scheinblüte zusammengesetzt, an der Basis mit meist 8 schmalen, bis 3 cm langen (kelchartigen) Hüllblattern, die etwa so lang wie die Einzelblüten sind. Einzelblüten groß, hell- bis goldgelb, zwittrig, alle gleichgestaltet.Zur Blüte ausgebreitet und zungenförmig, Fruchtknoten unterstandig, zur Fruchtzeit bis 2 cm lang, braun. mit langem, schmalem Schnabel, gerippt und oben mit fiederhaarigem trübweißem Flugorgan.
Standort: Feuchte bis trockene. eher wenig gedüngte Wiesen.
Verbreitung : In Mitteleuropa verbreitet, nach Nordeuropa und im südlichen Mittelmeergebiet seltener werdend. Blütezeit:
Mai bis Juli
 
Wiesenboxbart
 
             
Vergissmeinnicht
Vergissmeinnicht
Standort: Garten, Friedhof,Bahndämme
Gimpel und Girlitz

Latsche / Pinus mugo
Latsche / Pinus mugo
vornehmlich von Zitronengirlitz
ebenso das Ruchgras

 
Ruchgras
Ruchgras Standort: Wiesen, Weiden, Wegränder und Wälder
 
             
Kleiner Wiesenknopf
exzellent für Gimpelaufzucht
Der kleine Wiesenknopf

Kleiner Wiesenknopf / Sanguisorba minor Standort:
Ruderalstellen (Wegränder, Schuttplätze, Äcker, Gärten); Ufer , magere trocken Wiesen
.

Gimpel, Hänfling und Grünfink nehmen ihn besonders gerne

Kohldistel
Standort
:
auf feucht Wiesen, Bachläufen, oft an
Waldrändern die an Bäche oder Flüssen liegen.
Sehr gutes Stieglitzfutter, besonders in der Mauser
wertvolle Nahrung.

 
Kohldistel
Die Kohldistel kann man ab August bis
Oktober finden. Stieglitze lieben sie sehr!
 
             
Hirtentäschel
Hirtentäschel, ein Leckerbissen für
Girlitz, Hänfling und Gimpel

Hirtentäschelkraut Capsella bursa-pastoris Kreuzblütengewächse, Brassicaceae. Merkmale: 10-50 cm. Äußerst variable, meist 1jährige Pflanze mit kleinen, weißen Blüten in end­ständiger Blütentraube. Blütenkronblätter ungeteilt, 2-3 mm lang, doppelt so lang wie der Kelch. Frucht 3eckig-verkehrt-herzförmig, 6-9 mm lang, viel-samig (Schötchen). Obere Blätter meist nicht gefiedert, mit pfeilförmigem Grund stengelumfassend; Rosettenblätter normalerweise tief fiederteilig. Standort: Ruderalpflanze: Äcker, Gärten, Schuttplätze, Wegränder; in den Alpen bis über 2100 m.

 
Hirtentäschel
Ihre Sammen werden sehr gerne vom Girlitz zur Jungenaufzucht genommen
 

Wiesenflockenblume
Zeisige und Stieglitz fressen sie gerne


Wiesen-Flockenblume Centaurea jacea L.
Korbblütengewächse, Asteraceae.
Merkmale: 20-80 cm. Stengel aufrecht, kantig,
rauh. Obere Stengelblätter sitzend, lanzettlich,
ungeteilt; untere in den Stiel verschmälert,
manchmal gelappt bis gefiedert. Blütenköpfe
meist einzeln, groß, purpurrötlich; Randblüten
deutlich strahlig vergrößert.
Die deutlich abgesetzten Hüllblattanhängsel
überdecken die nachfolgenden Hüllblätter vollständig; sie sind schwarzbraun bis weißlich, ganzrandig oder zerschlitzt-gefranst und rundlich. Pappus fehlend.
Standort:
Wiesen, Weiden, Magerrasen, Wegränder, Gebüsche.
 

Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis L.

Nachtkerzengewächse, Onagraceae. Merkmale: 50-250 cm. 2jährige Pflanze mit aufrechtem Blütenstand. Blütenröhre 18-50 mm, Kronbl ä tter 12-50 mm lang. Samen ohne Haarschopf. Blättergrün bis bläulichg n, verkehrt-eiförmig, stumpf, spärlich behaart. Standort: Sandtrockenrasen, Wegränder, kiesig-sandige Flußfer, Ruderalstellen (Bahndämme, Schuttplätze). Verbreitung: Nordamerika, Europa bis Ostasien. Die Art stammt aus Nordamerika, wird seit 1619 in Europa beobachtet und tritt vielerorts als Neophyt auf! Sie gehört zu den Langtagpflanzen, hat einen hohen Lichtbedarf und ist ein Rohbodenpionier. Die Bestäubung erfolgt durch Nachtfalter.

Stieglitz, Zeisige und Zitronengirlitz lieben den Samen der Nachtkerze, aber auch Gimpel und Hänflingen verzehren ihn sehr gerne.

Nachtkerze reif
Samenstand der
Nachtkerze
   


Gemeine Nachtkerze
Oenothera biennis