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Samstag, 18. März 2006, 21:51

Paramyxovirus-(ND-Virus)-Infektion Newcastle disease

Erreger Paramyxoviren (ND-Virus)

Virus
Infektionsquelle Huhn, Hausgeflügel und wildlebende Vögel
Vorkommen Hühner- und Truthühnerbestände, Laborpersonal, Tierärzte
Übertragung Aerogen oder konjunktival nach Kontakt mit infiziertem Geflügel; auch Infektion mit Impfstoff (apathogen für Hühner) möglich (z. B. Sprayvakzine)
Prävention Schutzkleidung, Handschuhe, Schutzbrille, Mundschutz

Diese Krankheit, auch als atypische Geflügelpest bezeichnet, verursacht beim Geflügel eine stark ansteckende Krankheit, die nur selten bei Geflügelhaltern, Laborpersonal oder Tierärzten vorkommt. Der Erreger ist ein Paramyxovirus. Neben dem Hausgeflügel ist das Virus auch bei Wildvögeln vorhanden, diese tragen die Krankheit von Bestand zu Bestand weiter. Der Mensch infiziert sich aerogen oder über die Konjunktiven, es bildet sich eine Konjunktivitis, die hämorrhagisch werden kann.

Infizierte Vögel scheiden das Virus direkt über die Luftwege sowie über Sekrete und Exkrete aus. Durch den direkten Kontakt von Tier zu Tier im Stall oder auf dem Transport (auch von geschlachteten Tieren, Bruteiern oder Eintagsküken) breitet sich das Virus sehr schnell aus.

Über Fahrzeuge, Mist, Futter oder Transportkisten kann der Seuchenerreger indirekt übertragen bzw. verschleppt werden. Der Mensch ist ein bedeutsamer Überträger der Seuche: über nicht gereinigte und desinfizierte Kleider, Schuhe oder Hände kann er die Krankheit weiter verbreiten. Wildvögel, Ratten, Mäuse und Insekten stellen ebenfalls große Risiken dar, ganz besonders in der Freilandhaltung. Der als Dünger auf die Felder aufgebrachte Geflügelkot ist eine zusätzliche große Gefahr.

Bei Tierhaltern ist der Auslöser in der Regel ein unsachgemäßer Umgang mit dem Impfstoff. Wird hier nicht sorgfältig gearbeitet, kommt es zur Aerosolbildung und zur Inhalation des Erregers beziehungsweise zum Kontakt des Erregers mit der Lidbindehaut. Infektionen mit Feldvirus sind selten, da die Newcastle-Krankheit staatlichen Bekämpfungsmaßnahmen unterliegt. Besonders betroffen sind Landwirte und Laborpersonal.

Krankheit beim Tier

Bei der Newcastle-Krankheit handelt es sich um eine hoch ansteckende, virusbedingte Tierseuche mit schneller Ausbreitungstendenz, die in Geflügelbeständen zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führt. Bereits der Verdacht auf diese Krankheit muss dem zuständigen Amtstierarzt gemeldet werden. Die Krankheit ist außerordentlich ansteckend für Hühner und Puten, aber auch für Perlhühner, Rebhühner und Wachteln. Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt der Tiere oder indirekt durch Wildgeflügel, Menschen, Transportfahrzeuge oder Futter. Daher kommt vorbeugenden Maßnahmen ein besonders hoher Stellenwert zu.

In Deutschland müssen alle Hühner und Puten regelmäßig gegen die Newcastle-Krankheit geimpft werden. Schon jetzt darf nur mit geimpftem Lebendgeflügel gehandelt werden. Auf Geflügelmärkten oder Geflügelschauen muss die regelmäßige Impfung des Herkunftsbestandes durch eine tierärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden.

Literatur:

http://www.veterinary-public-health.de/h…osen/viren2.htm
http://www.tierseucheninfo.niedersachsen…0_I1535820.html

Krankheit beim Mensch

Ansteckung, Inkubationszeit, Symptome, Verlauf, Prognose, Bekämpfung



Newcastle-Krankheit
Erreger Paramyxovirus (ND-Virus)
Risikogruppe 2
Reservoir Huhn, Hausgeflügel und wildlebende Vögel
Infektionsweg Aerogen oder konjunktival nach Kontakt mit infiziertem Geflügel; auch Infektion mit Impfstoff (apathogen für Hühner) möglich (z. B. Sprayvakzine)
Inkubationszeit 1-2 (4) Tage
Krankheitsbild Follikuläre Konjunktivitis, präaurikuläre Lymphknotenschwellung
Prävention Schutzkleidung, Handschuhe, Schutzbrille, Mundschutz

Diese hochansteckende Viruserkrankung vieler Vogelarten führt vor allem bei Hühnervögeln mit wechselndem Krankheitsbild zu schweren Verlusten. Das Virus löst beim Menschen Bindehautentzündungen, bisweilen auch grippale Erkrankungen aus. Die Diagnose wird durch Antigenverwandtschaft zum Mumpsvirus und daraus resultierende Kreuzreaktionen erschwert.

Die Newcastle-Krankheit richtet nicht nur bei den erkrankten Tieren selbst großen Schaden an. Sie führt auch zu schweren wirtschaftlichen Folgen für Tierhalter und ganze Regionen. Betroffene Tierbestände müssen sofort getötet werden, großräumige Sperren um den Seuchenherd werden errichtet. Aufgrund von Handelsbeschränkungen kommt es zu schwerwiegenden Problemen im Absatz von Tieren und ihren Produkten auf dem Markt.

Das angehängte Bild zeigt einen Täuber, der das typische "Kopfverdrehen"
durch Infektion mit dem Paramyxovirus (Newcastle disease) zeigt.
»Konni« hat folgendes Bild angehängt:
  • newcatel.jpg

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Samstag, 18. März 2006, 21:57

Paramyxoviren

Mir scheint, dass gerade Pyrrhulaarttige (Gimpel) auch sehr empfänglich für Paramyxoviren sind.

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