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Donnerstag, 7. Juli 2005, 11:56

Die Vogelkrankheit: Beschreibung der Ornithose (Psittakose)

Ornithose (Psittakose)

Definition: Die Ornithose ist eine akute Infektionskrankheit verursacht durch einen Erreger aus der Gruppe der Chlamydien. Der Erreger kommt in vielen Vogelarten vor und wird durch Nasenschleim und Speichel oder mit kothaltigem Staub von Vogel zu Vogel oder auf den Menschen übertragen. Da der Erreger auch am Gefieder
haftet, wird er beim Herumflattern der Vögel verbreitet.

Besonders Papageien und Wellensittiche stellen eine gefährliche Ansteckungsquelle für den Menschen dar (Papageienkrankheit, Psittakose). Eine Übertragung der Psittakose von Mensch zu Mensch kommt nur ausnahmsweise vor.
Hausgeflügel, z. B. Tauben, Puten und Hühner, sowie einheimische Singvögel spielen als Ansteckungsquelle eine untergeordnete Rolle. Sie verursachen lediglich unter besonderen Umständen Einzelerkrankungen beim Menschen (Ornithose). Die seuchenpolizeilichen Vorschriften erstrecken sich daher vorwiegend auf die exotischen Vogel, in erster Linie auf die häufig als Träger des Ansteckungsstoffes ermittelten Papageien und Wellensittiche. Eine Infektion durch Papageien wird als Psittakose bezeichnet. Da aber auch andere Vögel als Überträger in Frage kommen spricht man allgemeiner von der Ornithose.

Häufigkeit: Die Ornithose ist eine sehr weit verbreitete Infektionskrankheit. Durch die vielen Vogelzuchten hat die Krankheit stark zugenommen. Als Prophylaxe wurde dem Vogelfutter Tetrazykline beigefügt, so dass die Zahl der Erkrankungen stark abgenommen hat. In den Jahren bis 1985 rechnete man in Westdeutschland inklusive West-Berlin mit 180 – 200 Fälle pro Jahr.

Etiologie: Die Erreger sind im Nasensekret, im Stuhl, in den Federn und im Gewebe der infizierten Tiere zu finden. Vor allem Tauben, Papageien, Enten, Truthähne und Hühner sind die häufigsten Infektionsträger. Die infizierten Tiere müssen keine Symptome einer Krankheit zeigen. Die häufigste Übertragung entsteht durch die Luft mit einer Tröpfcheninfektion. Selten wird ein Mensch durch einen Vogelbiss infiziert. Der Kontakt für eine Infektion muss nicht intensiv sein. Eine Übertragung durch gekochtes oder gegrilltes Vogelfleisch ist nicht möglich. Seltenst sind Infektionen von Mensch zu Mensch. Dies ist nur bei sehr virulenten Stämmen der Chlamydien möglich und verlaufen schwer bis tödlich.

Über die Schleimhäute erreichen die Chlamydien die oberen Atemwege. Sie streuen nun in die Alveolen und in das Monozyten-Makrophagen-System (Leber / Milz). Sie machen sich vor allem durch eine lymphozytäre entzündliche Reaktion mit Ödem und hämorrhagischen Auswurf in der Lunge, seltener auch im Herzen, im Gehirn und in den Nieren bemerkbar.

Krankheitsverlauf beim Vogel:
Von der Krankheit werden hauptsächlich junge Vogel befallen. Krankheitserscheinungen sind im
allgemeinen 1 bis 2 Wochen nach Aufnahme des Erregers zu beobachten. Es zeigen sich zuerst katarrhalische Entzündungserscheinungen in den oberen Luftwegen mit Nasenausfluß. Später kommen eine Entzündung und Schwellung der Augenlider sowie eine Darmerkrankung hinzu,schließlich folgenSchlafsucht , Durchfall,Abmagerung, Atemnot, Lähmung und Krämpfe. Der
bösartige Krankheitsverlauf führt innerhalb von 8 bis 9 Tagen zum Tode. Bei mehr gutartigem oder stummen Krankheitsverlauf beherbergen die Vögel oft noch monate- oder jahrelang den Krankheitserreger und scheiden ihn mit Kot, Speichel und Nasenfluß aus. Sie bilden so eine ständige Gefahr für den Menschen wie auch für andere Vögel.
Zugekaufte Vögel sollten daher zunächst unter Absonderung vom übrigen Bestand beobachtetwerden!

Symptome beim Menschen:
Die Inkubationszeit beträgt 7 bis 14 (oder mehr) Tage. Die Erkrankung beginnt plötzlich mit Schüttelfrost, hohem Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu und einem Husten mit produktiven, gelegentlich blutigen, Auswurf. In selteneren Fällen beginnt die Erkrankung schleichend über einen Zeitraum von drei bis vier Tagen. Das Fieber steigt immer weiter an und die vorher beschrieben Symptomatik verschlechtert sich immer wieder.

Bei sehr schweren Infektionen sind Delirien, Hypoxie, Stupor, Verwirrtheitszustände und Zyanosen möglich.

Maßnahmen: Für den Rettungsdienst ist eine symptomatische Therapie ausreichend.

Prognose: Bei einer milden und unkomplizierten Erkrankung senkt sich das Fieber auch ohne Therapie nach sieben bis zehn Tagen. Bei schweren Verläufen dauert die klinische Therapie mindestens drei Wochen. Durch den Einsatz der Antibiotika ist die Letalität von 20 % auf 0,5 – 5 % gesenkt worden.

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