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Lisa

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Löwe

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Mittwoch, 9. November 2011, 14:48

Trick 17: Rohrweihen-Männchen spielen Weibchen

Einige Rohrweihen entgehen den Aggressionen anderer Männchen, indem sie sich als Weibchen tarnen - ein Leben lang.


Foto: Audrey Sternalski, IREC-CSIC

London. Einige Rohrweihen entgehen den Aggressionen anderer Männchen, indem sie sich als Weibchen tarnen - ein Leben lang. Die Vögel haben ein Federkleid, das aussieht wie das eines Weibchens und werden in der Brutsaison seltener von anderen Männchen angegriffen.
Das berichten spanische und französische Wissenschaftler in den «Biology Letters». Die «getarnten» Männchen verhalten sich auch wie Weibchen: Statt ihre eigentlichen Rivalen - andere Männchen - attackieren sie ins Revier eindringende Weibchen.
Audrey Sternalski vom Instituto de Investigaciòn en Recursos Cinegéticos (Ciudad Real/Spanien) und ihre Mitarbeiter hatten in einem Gebiet in Westfrankreich zunächst nach Nestern von Rohrweihen (Circus aeruginosus) gesucht. Sie stellten drei verschiedene Vogelattrappen in das jeweilige Revier des Brutpaares, um ein Eindringen fremder Vögel zu simulieren: ein Männchen, ein Weibchen und einen als Weibchen getarnten männlichen Vogel. Die Forscher beobachteten dann die jeweilige Reaktion der Vögel.
Es zeigte sich, dass «echte» Männchen aggressiv auf die männliche Attrappe reagierten. Die beiden weiblich aussehenden Attrappen griffen sie seltener an. Die als Weibchen getarnten Männchen hingegen ließen sich von der Männchen-Attrappe nicht aus der Ruhe bringen. Sie attackierten vor allem die fremden Weibchen in ihrem Revier.
Die sexuelle Mimikry erlaube den Männchen, an wichtige Ressourcen zu gelangen, ohne dafür einen hohen Preis in Form von Auseinandersetzungen mit Artgenossen zahlen zu müssen, begründen die Wissenschaftler das Verhalten der Vögel. Dies seien etwa hochwertige Territorien oder die Gelegenheit, sich mit fremden Weibchen zu paaren.
Da sie keine Aggressionen provozierten, könnten die «getarnten» Männchen auch Brutreviere in enger Nachbarschaft zu aggressiven Männchen besetzen. Die Analyse habe gezeigt, dass der Abstand zwischen dem Nest eines «echten» und eines «getarnten» Männchens nur halb so groß sei wie der zwischen zwei «echten» Männchen.
Ob die «getarnten» Männchen bei den Weibchen weniger begehrt sind als ihre typisch gefärbten Artgenossen, wurde von den Forschern nicht analysiert. Auch die Mechanismen, die der angepassten Gefiederfärbung zugrunde liegen, werden in der Studie nicht erläutert. Außer bei den Rohrweihen ist die Eigenschaft von Männchen, sich lebenslang als Weibchen zu tarnen, bislang nur bei einer weiteren Vogelart beobachtet worden: bei den Kampfläufern (Philomachus pugnax).
Bei den Rohrweihen entwickelt sich das weiblich anmutende Gefieder mancher Männchen im zweiten Lebensjahr. Rohrweihen-Weibchen sind fast einheitlich dunkelbraun und haben einen hellen Kopf und helle Schultern. Die Männchen sind braun, die mittleren Bereiche der Flügel silbergrau, die Spitzen schwarz. Der Schwanz ist grau, Kopf und Hals sind hell gefiedert. (dpa)
LG Lisa :wseufzer:

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