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Konni

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Widder

1

Donnerstag, 10. März 2011, 18:35

Es gibt ihn! den Halsbandschnäpper

Es gibt ihn!

Wie aus einem reinen Verhinderungspiepmatz ein Vorzeigevogel wird.
Wider alle bösen Gerüchte: er ist kein Hirngespinst. Gleich bündelweise hat er Bürgermeister, Behördenvertreter und Bauunternehmer Nerven gekostet. In den neunziger Jahren trat der Halsbandschnäpper erstmals ans Licht der breiten Öffentlichkeit - aus dem er inzwischen nicht mehr wegzudenken ist. Gerade im Albvorland und im Remstal, überall dort eben, wo es Streuobstwiesen gibt, erlebte das handtellergroße Vogelein, emotional betrachtet, eine wahre Berg-und-Tal- Fahrt. Gartenrotschwanz, Neuntöter, Wendehals und Rotkopfwürger erging es zwar ähnlich, als Symbol für die Aufs und Abs galt aber stets der Halsbandschnäpper.

Ob Golfplatz, Umgehungsstraße oder Neubaugebiet: der Ficedula albicollis galt zunächst als ausgemachter Verhinderungspiepmatz, der selbst Bundestagsabgeordnete auf den Plan rief. Gleich 50 Bürgermeister, vorwiegend aus den Kreisen Esslingen und Göppingen, sahen im Herbst 2005 vereint Rot, weil der schwarz-weiße Insektenfresser auf der Roten Liste steht. Auf Befehl der EU mussten sie deshalb aus Flächen, die als Irgendwann einmal Gewerbegebiete vorgesehen waren, plötzlich Vogelschutzgebiete machen. Es gab gar den Verdacht, der Halsbandschnapper sei ein Phantom und flattere lediglich in den Köpfen grüner Ökospinner umher.

Doch dann und wie aus dem Nichts kam der Sinneswandel. Auf einmal galt die Erhaltung der Kulturlandschaft Streuobstwiese als Maßstab für kommunale Entwicklungsmöglichkeiten. Vogelschutz wurde im Albvorland sogar zum EU-Life-plus-Projekt erkoren. Das Problem dabei: seltene Vögel sind selten zu sehen, weshalb es an Beobachtungsmöglichkeiten gebraucht. In Hattenhofen hat man sich mit einem Vogelstimmenpfad beholfen, andernorts stehen Schautafeln in der Landschaft, die den Halsbandschnäpper zeigen. Doch natürlich kursierte abermals das Gerücht vom Phantom.
Bis zum vergangenen Wochenende. Eine Nisthilfenput2aktion der Schlater Obstweinmanufaktur Geiger und der Süßener Naturschutzbundgruppe in den Streuobstwiesen hat es zutage gebracht: Es gibt ihn wirklich! In acht Nistkästen - der Nestbau hat es den Experten verraten - hat der Halsbandschnäpper im vergangenen Jahr für Nachwuchs gesorgt. Froh sind die ehrenamtlich arbeitenden Ornithologen, dass die künstlichen Brutstätten angenommen werden. Wie viele Halsbandschnäpperchen allerdings aus dem Ei gekrochen sind, vermochten sie nicht zusagen.


Der Halsbandschnäpper lebt im Albvorland - entgegen allen Gerüchten.


Quelle: Stuttgarter -Zeitung
Autor: Andreas Pflüger
Foto: Flickr / Stefan Johansson
Gruss Konni ;)

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