You are not logged in.

please login

Benutzername:

username:

remember me

You are not logged in.


Dear visitor, welcome to THE BIRDHOUSE Foren. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

Konni

Administrator

  • "Konni" started this thread
  • Germany

Posts: 230

Current mood: bright sunshine - very good

Location: Weil der Stadt

Occupation: Systemtechniker EDV

Hobbies: Carduelidenzucht, Motorräder, Technik (Amateurfunk)

Thanks: 933

  • Send private message

Aries

1

Sunday, February 22nd 2009, 3:24pm

Die Deutsche Eiche stirbt

Waldzustandsbericht für 2008 zeigt gravierende Schäden im gesamten deutschen Wald



© cc

Die Deutsche Eiche stirbt. Das ist das zentrale Ergebnis des Waldzustandsberichts für 2008, der heute vom Bundesministerium für Landwirtschaft vorgelegt wurde. Insgesamt sind in Deutschland mehr als die Hälfte der Eichen stark geschädigt (deutliche Kronenverlichtung >25%). Damit ist sie die am stärksten geschädigte Hauptbaumart in Deutschland. Trotz leichter Verbesserungen in einigen Bundesländern ist der Zustand der Eiche insgesamt kritisch. In Rheinland-Pfalz ging der Anteil der Eichen mit deutlichen Schäden zwar um drei Prozent zurück, er liegt aber immer noch bei 60 Prozent. In Bayern zeigen 46 Prozent der Eichen deutliche Schäden, was einer Zunahme von sechs Prozent entspricht.

„Wenn sich der Trend fortsetzt, dann könnte die Deutsche Eiche in wenigen Jahrzehnten aus unseren Wäldern verschwinden“, so WWF Waldexperte Markus Radday. „Die leichten Besserungen in einigen Regionen sind auf günstigeres Wetter und die letzten feuchten Sommer zurückzuführen. Doch die nächste Trockenperiode kommt bestimmt“.

Insgesamt ist der Zustand des gesamten deutschen Waldes als leicht verbessert einzustufen, ihm geht es aber nach wie vor schlecht. Noch immer ist er weit von dem Zustand entfernt, den er vor dem dramatischen Trockenjahr 2003 hatte:

Hauptgründe für das Eichensterben und den schlechten Zustandes des deutschen Waldes sind vor allem menschliche Einflüsse: Hohe Schadstoffbelastungen aus Landwirtschaft, Verkehr und Industrie; Wurzelschäden durch Pilze infolge falsch gewählter Standorte, falsche Waldwirtschaft und Stressfaktoren wie Trockenheit und heiße Sommer in Folge des Klimawandels;

„Dem deutschen Wald eine substantielle Besserung zu bescheinigen wäre Schönfärberei“, so Markus Radday. „Wenn wir in der Waldwirtschaft nicht umdenken, dann wird der Wald mit jeder Trockenperiode stärker geschädigt. Der WWF fordert deswegen ein Umdenken hin zu einer naturnäheren Waldwirtschaft und die Reduzierung der Schadstoffeinträge aus Landwirtschaft und Industrie:

Bei der Umsetzung dieser aus WWF-Sicht unverzichtbaren Maßnahmen sind vor allem die Bundesländer und die Kommunen als größte Waldbesitzer in der Pflicht. Als Instrument einer nachhaltigen Wald- und Holzwirtschaft empfiehlt der WWF eine Bewirtschaftung der Wälder nach dem Standard des Forest Stewardship Council (FSC). Auch Verbraucher können sich an einem FSC-Siegel orientieren und dadurch Wälder schützen: FSC-zertifizierte Produkte vom Bleistift bis zum Gartenhaus sind inzwischen im Handel erhältlich.

Rate this thread